27 Grad, die Sonne scheint und eine gefühlte 2cm-Schicht 110+er Sonnencreme beschützt mich vor Sonnenbrand. Einfach super entspannt hier auf Fiji!!
Svenja erschnorchelt gerade mit einer großen Horde anderer Touristen am Riff um die Ecke die Unterwasserwelt und Paul macht, ganz geschaffen von den fijianischen Temperaturen, einen Mittagsschlaf. Also genau der richtige Zeitpunkt für einen neuen Blogeintrag!
Fidschianer sind genau so freundlich und hilfsbereit, wie beispielsweise die Thailänder, wenn sie ein europäisches Kleinkind sehen. Überall wird man herzlich begrüßt. „Bula“ ertönt eigentlich schon immer lange bevor wir unser Gegenüber gesichtet haben. Sobald man stehen bleibt bildet sich eine Traube von Menschen um Paul, die ihn knuddeln, küssen und mit ihm spielen wollen. Wieder einmal sind wir also irgendwo gelandet, wo sich kein Elternpaar samt Kind mit Berührungsängsten hinwagen sollte. Unser kleiner Mann aber genießt es wieder mal sehr, so im Mittelpunkt zu stehen. Meist läuft er laut grölend durch Restaurants oder Geschäfte und streckt jedem seine matschig-babyfeuchte Hand zu einem High-Five entgegen, der nicht schnell genug entkommen kann. Alle Versuche unsererseits, dass man Paul nicht mehr über die ganze sondern nur noch über die halbe Straße hört, werden von Einheimischen mit einem netten „It is OK“ weggelächelt.
Hauptsächlich sind wir nach Fiji zum Entspannen gekommen. Ich wollte mir aber auch einen kleinen Traum erfüllen und endlich eine Tauchlizenz machen. Wenn nicht hier, wo denn dann? Gesagt, getan! Meine erste Aufgabe: 180 Seiten Theorie an einem Abend lesen und dazu einen 7 seitigen Fragebogen bearbeiten. Jippi! Mit dem Ausblick, am nächsten Tag den ersten Tauchgang im Pool zu absolvieren, schaffe ich es, die vielen Seiten zu lesen und die meisten Fragen halbwegs richtig zu beantworten – nachdenken bin ich nach so vielen Wochen verwöhntem Nichtstun gar nicht mehr gewohnt! Am nächsten Tag wird mein Wissen nochmal überprüft und dann geht es zu den ersten Übungen in den Pool. Da gerade keine Hauptsaison ist, besteht meine Gruppe lediglich aus meinem Instructor und mir: perfekt!! So schaue ich nicht den anderen beim Schlauchanlegen und Trockenübungen zu, sondern kann mich voll und ganz auf mich und meine Ausrüstung konzentrieren.
Zwischen platschenden Kids und dem grölenden Kids-Club im Hintergrund machen wir unsere Übungen und ich bekomme gleich Lust auf mehr. Leider muss ich mich bis zum nächsten Tag gedulden. Morgens um 8:30 Fiji-Zeit, also irgendwas zwischen 8:45 und 9:00 in meiner akkuraten deutschen Zeitrechnung, legt unser Boot ab. Ich bin schon ganz schön nervös und frage mich, ob das Frühstück eine gute Idee oder nicht vielleicht unnötiger Ballast sein wird. Im Pool hätte ich mich im Notfall einfach hinstellen können, aber wie wird es wohl im Meer!?
Traumhaft! Da habe ich mir völlig unnötig Gedanken gemacht. Mein Frühstück bleibt auch drin und gemeinsam mit meinem Istructor erkunde ich die Tiefen des Ozeans. Na ja gut, vielleicht nicht des gesamten Ozeans. Aber immerhin das eine Stückchen Unterwasserwelt, in dem wir halt gerade tauchen. Ein Stück Fiji.