Die erste Woche mit unserem kuscheligen Mini-Campingwagen ist rum. Mittlerweile fühlen wir uns auf unseren 2,5 Quadratmetern wie kleine Könige.

Abgesehen von Pauls Sturz läuft alles wie am Schnürchen…bis heute. Eigentlich fing das Dilemma gestern schon an. Wir haben uns extra einen Campingplatz rausgesucht von wo man Kiwis in freier Wildbahn erleben kann. Die erste Überraschung war, dass dort nur 4 Vögel leben. Bisher dachte ich, dass die Tiere in Kolonien oder ähnlichem leben. Naja, man lernt immer dazu 😉 Die Worte „Just stick to the track. Then you will definitely see the Kiwis“ von der Frau beim Einchecken noch im Ohr schnalle ich mir Paul auf den Rücken und wir maschieren bewaffnet mit unserer übergroßen Taschenlampe los. Nach fast 2 Stunden finden wir andere Nachtschwärmer die einen Kiwi im Gestrüpp ausfindest gemacht haben. Wir können ihn zwar hören, leider aber zeigt er sich uns nicht. Da war die ganze Sucherei für den Eimer.
Am nächsten Tag brechen wir unsere Zelt ab und irgendwie war der Wurm drin. Obwohl es eigentlich immer nur genau eine Straße gibt um irgendwo hinzukommen verfahren wir uns ständig. Als wäre das nicht genug kommt das was kommen muss. Über eine Stunde vom nächsten Dorf entfernt landen wir auf einer Schotterpiste auf der wir fast 60 km bleiben sollen. Es regnet schon den ganzen Tag wie aus Kübeln und die Straße ist kaum befahrbar. Und dann passiert es: wir fahren uns fest. Nichts geht mehr! Die Nerven liegen blank, aus lauter Hoffnung, dass die Reifen doch noch Halt bekommen versuche ich vergeblich mit meinen Händen die Reifen aus dem Schotter zu graben. Der Wagen bewegt aber sich keinen Millimeter, nur die Kupplung qualmt und sendet Rauchzeichen in den Himmel. Svenja weint für lauter Aufregung, Paul ist gerade aus seinem Mittagsschlaf erwacht und findet alles total witzig und ich weiß auch nicht mehr weiter.
Genau in dem Moment kommt ein LKW auf uns zu gefahren. Der Fahrer erkennt sofort unser Problem, reagiert ganz gelassen und holt ohne zu Fragen mit einem Lächelt auf den Lippen eine Eisenkette hervor und zieht uns fast mühelos aus unserem Dilemma. Ich habe mich glaube ich fast 1000 Mal bedankt so erleichtert war ich!! Der Fahrer reagierte ganz gelassen. Wahrscheinlich hat er nicht das erste Mal einen Touri aus dem Graben gezogen. Von meiner Buddelei war ich von oben bis unten voller Schlamm und ein Finger hat auch ganz schön geblutet. Aber das war mir in der Situation auch egal. Hauptsache wir sind gerettet und meiner kleinen Familie ist nichts passiert!
Oh nein … ich mag nicht der erste sein, dem das ‚gefällt‘.
Aber so etwas gehört ja offensichtlich zu einem Abenteuerurlaub dazu 😜Viel Glück und schöne Momente weiterhin 🍀
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Nochmal gut gegangen! Bleibt gesund und viel Spaß weiterhin!
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