Die ersten schönen Wochen als superstolzer Vollzeit-Papa haben Paul und ich gemeistert. Ob in der Krabbelgruppe oder in der Bahn – Paul zaubert jedem durch seine offene und unvoreingenommene Art ein Lächeln ins Gesicht.
Ähnlich wie beim Pamperswechseln, die Kniee wund spielen und und und … bin ich es dieses Mal, der für fast alle Urlaubsvorbereitungen verantwortlich ist. Früher konnte ich immer ganz entspannt in den Flieger einsteigen, weil Svenja bereits den halben DM leer gekauft und alle notwendigen Reiseversicherungen abgeschlossen hatte. Mir war nie wirklich bewusst wie viel Kram es zu erledigen gibt, der Dschungel der Produkte in Reisegröße bei DM ist ja gigantisch! Ach ja und brauchen wir wirklich ne Reisekrankenversicherung?! Hmm, wenn ich mir überlege wie schnell Paul flachliegen kann: ja!
Familie und Freunde wollen natürlich auch nicht zu kurz kommen.. In der letzten Woche sind Paul und ich ständig auf Achse: Geburtstagsfeier von Opa, Last-Minute Gardinenstangen anbohren bei meiner Mutter, Knuddeln mit der Patentante und die Nacht mit den 3 von der Tanke durch machen… der Patenonkel darf natürlich auch nicht vergessen werden und für einen Stopp bei der Tik Tak Oma hat es auch noch gereicht.
Mit gepackter Tasche und voller Vorfreude und geht es dank brüderlichem Chauffeurdienst total stressfrei auf zum Flughafen. Jetzt kann uns nichts mehr aufhalten!! Nur noch schnell das Gepäck aufgeben und ab in den Flieger. Visa? Wir brauchen ein Visa?! Mist! Vor lauter Vorfreude auf Neuseeland haben wir ganz vergessen, dass wir für unseren Stopp in Sydney ein gültiges Visa brauchen. Svenja versinkt vor lauter Scharm im Boden und hat tierische Angst, dass unsere gesamte Reise jetzt auf der Kippe steht, hat sie doch sonst immer alles dreifach durchdacht!! Leute, ich kann euch beruhigen: Für ein paar Scheine in der richten Farbkombination bekommt man fast alles am Flughafen.Endlich haben wir alle Unterlagen beisammen und können direkt weiter zum Bording. Paul hat von dem ganzen Trubel natürlich nichts mitbekommen, so sehr versunken ist er im Spieledschungel des Düsseldorfer Flughafens.
Viele Eltern haben Respekt vor dem Fliegen mit Kind. Ich liebe es! Man muss nie lange anstehen. Ob beim Sicherheitscheck oder beim Bording, man darf immer an den vielen neidischen Blicken aus der langen Schlange vorbeigehen. Auch die Plätze mit mehr Beinfreiheit bekommt man ohne Nachfrage und die Stewardessen kümmern sich liebevollst um Paul an Bord.


Nach 6 Stunden Flug sagen wir hallo Dubai. Ab hier sind es „nur“ noch 14 Flugstunden nach Sydney – also „just around the corner“ wie der Amerikaner sagen würde. Auch diesen Flug macht Paul wunderbar mit. Nicht ein einziges Mal auf der gesamten Reise mussten wir unseren Sitznachbarn Oropax anbieten oder uns für das Geschrei entschuldigen. Sehr vorbildlich Paul! Papa ist stolz auf dich. Fast 40 Grad Temperaturunterschied im Vergleich zu Deutschland später sind wir endlich angekommen: Sydney! Wir freuen uns, dich kennenzulernen!!
Wie in Thailand haben wir nur wenig mit dem Jetlag zu kämpfen und und bleibt jede Menge Zeit, die Stadt zu erkunden. Ob Vögel jagen im historischen Stadtteil „The Rocks“ oder neue australische Freunde auf dem Spielplatz in Manly finden – Paul hat richtig Spaß am Sightseeing gefunden.


Den Bondi Costal Walk hat Paul zwar fast komplett verschlafen, aber seine neuen Sandalen mit Klettverschluss sind der Hit!! Zum Glück hilft Papa gerne beim Anziehen. So macht das durch die Stadt laufen doch glatt doppelt so viel Spaß!!
Mehr gibt es bald, dann aber aus Neuseeland!!